Beginning – New Chapter

Es war früh morgens als die grellen Sonnenstrahlen sich einen Weg durch die Fenster bahnten und sich ein junges Mädchen in ihrem Bett noch herum drehte um diesen irgendwie auszuweichen. Draußen stand bereits seit den frühen Morgenstunden, sogar bereits bevor es richtig hell wurde, eine Frau mit langen schwarzen Haaren. Sie trug einen eleganten Kimono der für Priesterinnen gedacht war und fegte mit zwei Raben auf den Schultern, den Eingang vor einem großen Haus. Ihr Blick fiel dann kurz direkt darauf und sie seufzte schwer, als sie den Besen hoch nahm und gegen einen Baum schlug. Von den Baumkrönen flogen viele Vögel elegant empor und der Lärm war hierbei keinesfalls zu überhören, den sie bei ihrer Flucht machten.
Rei Nanami! Steh endlich auf, du weißt genau das es unsere Uhrzeiten gibt... *seufzt und lauter meint*
Nanami *die Bettdecke langsam von ihren Kopf zieht* Ich komme ja schon Tante... *ihre Augen reibt* Ich konnte gestern einfach nicht einschlafen.
Rei Dann musst du was Gesünderes essen. *nur meint und weiter fegt*
Nanami *frech grinst* Aber ich brauche die Kalorien am Abend damit ich am nächsten Morgen schon Topfit bin.
Rei *kichert und sieht wie sie langsam angelaufen kommt* Das würde ich nun auch sagen.
Nanami *zur Küche abbiegt und sich das belegte Brötchen, dass dort auf dem Tisch liegt, quer in den Mund schiebt* Mein Körper braucht das halt, er muss meinem Training ja auch standhalten können.
Rei Dann erwarte ich auch das du gewinnst. *sanft lächelt und dann auf ihre Uhr sieht* Meine Güte, schon so spät… nun aber mal los mit dir!
Nanami Aber klar! Du kennst mich doch Tante. *zwinkert und kurz zögert bis sie Rei um den Hals fällt* Danke für deine Unterstützung, bist die Beste! *schnell ins Bad rennt und ihre Morgenroutinen im Sturmflug erledigt*
Rei Für dich immer. *noch leise meint, ehe sie schon davon gerannt ist und wieder anfängt zu fegen*
Nach dem schnellen zurechtmachen kam die junge Frau wieder heraus gerannt, schnappte sich rasch ihre Tasche die sie gezielt über die Schulter warf und vor zum Tor lief. Vorne angekommen drehte sie sich um und winkte ihrer Tante noch kurz zu, bevor sie die langen Treppen herunter auf die Straße lief.
Der Schulweg war zum Glück kein so langer, weshalb sich diese Strecke problemlos zu Fuß zurücklegen ließ und dort angekommen ging der Großteil der Schule bereits herein. Normalerweise mochte Nanami es so gar nicht, wenn sie in diesen Tumult herein geriet und so zwängte sie sich mühevoll an den anderen vorbei und verschwand schnell in ihrem Klassenraum, wo sie sich auch schon auf ihren Stuhl fallen ließ.
Lehrer *kommt herein und ist mürrisch wie jeden Morgen* Hinsetzen und fahrt eure Systeme hoch. *seine Unterlagen laut und unsanft auf das Pult vor sich fallen lässt und vorne an der Wand mit einem Handgriff einen Hologramm-Display aufruft auf dem er nach weiteren Handbewegungen einige Textzeilen erscheinen lässt* Karota-san, lies uns bitte laut das hier stehende vor.
Karota Gerne. *steht auf und beginnt vor zu lesen* Aufgrund des großen Frühlingsfest in den kommenden zwei Wochen, hat jeder Schüler sich in Zweiergruppen aufzuteilen und eines der vergangenen Jahre in Gruppenarbeit zu recherchieren und innerhalb einer Woche vor der gesamten Klasse vorzutragen. *nach beenden des Satzes kurz verbeugt und wieder Platz nimmt*
Schüler Was... Nein, da habe ich aber keinen Bock drauf! *laute Proteste zu hören und Gemecker*
Lehrer Ruhe! Ich habe die Anweisung klar formuliert und erwarte keine Widersprüche! Teilt euch nun in Zweiergruppen auf. *sich hinsetzt und in den Unterlagen rumwühlt*
Nanami *seufzt* //Na toll, und Yumi ist natürlich gerade heute nicht in der Schule...// *Hand hebt* Herr Lehrer? Ich hätte da kurz mal eine Frage. Ich würde gerne mit Yumiko in ein eine Gruppe, geht das in Ordnung?
Lehrer *sich umsieht und dann böse schnaubt* Nein, du und Karegawa-san werdet nun eine Gruppe bilden. Weil Tanimara-san heute auch krank ist, wird sie mit Fuhimani-san in eine Gruppe gehen. *wieder die Augen auf die Unterlagen richtet*
Nanami Ka-Karegawa? Ich.. Aber.. Natürlich, ich verstehe... *leicht eingeschüchtert zu Karegawa schielt* //Warum gerade sie?//
Karegawa *zu ihr rüber läuft und einen Stuhl heran zieht, sich setzt und die Beine überschlägt* Finde es genauso toll wie du. *ironisch lächelt und dann mit mürrischem Blick zurückfallen lässt und die Arme verschränkt*
Nanami *verlegen zu Boden sieht und sich langsam wieder aufrappelt* Wer hätte gedacht, dass wir noch mal zusammen arbeiten. *versucht ein falsches lächeln auch sich raus zu pressen*
Karegawa *mit den Schultern zuckt* War abzusehen, wenn wir immerhin in der gleichen Klasse sind... *seufzt und sich vor beugt, dann die Hand hebt* Herr Lehrer, dürfen wir in die Bibliothek und uns die benötigen Informationen runterladen?
Lehrer *sie ansieht* Ja dürft ihr, euer Jahr schicke ich euch dann gleich rüber. *wieder wegsieht*
Karegawa *aufsteht und zur Tür läuft, sich umdreht und sie etwas böse ansieht* Kommst du auch mal oder willst du hier bleiben?
Nanami Eh ja, Entschuldigung! //Das kann ja etwas werden...// *genervt ihrer Klassenkameradin folgt und sich eine Strähne aus dem Gesicht streicht*
Die beiden jungen Mädchen liefen einen langen Gang entlang und wechselten auch einmal das Gebäude in Richtung der großen Bibliothek. Nanami war jedes mal wieder erstaunt wie fortschrittlich hier alles war, gar kein Vergleich mit ihrem Zuhause im Tempel. Ihre Tante Rei hatte nie sonderlich viel wert darauf gelegt so modern wie alle anderen zu werden und nur noch digital an die Dinge heranzugehen. Putzsysteme oder dergleichen waren für sie nach wie vor ein no-go und so erzog sie auch ihre Nichte, deren Eltern sich leider so gut wie überhaupt nicht mehr groß blicken ließen.
Geschäfte, nannten sie es vor ihrer Tochter immer.
Ohne darüber nachzudenken hackte sie das Thema einfach so ab und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr sie die Abwesenheit ihrer Eltern doch störte. Und das obwohl sie doch deren „Engel“ war – ihr ein und alles!

Aus ihren Gedanken gerissen sah sie nach vorne als Karegawa stehen blieb vor einer Holo-Tür die gerade noch nicht passierbar war aufgrund von Reinigung. Zum Glück würde das nur wenige Minuten dauern, sodass sie sich nicht allzu lange mit ihrer unliebsamen Partnerin unterhalten müsste, sollte diese das Gespräch beginnen wollen.
Karegawa *seufzt und dreht sich um* Den Gesichtsausdruck kannst du dir sparen, ist ja schrecklich was du für ne Fresse ziehst… *genervt meint*
Nanami *aufschreckt* Oh…. Das… nein… ich war nur in Gedanken versunken. *versucht das Gespräch schnell zu beenden*
Karegawa *ihr Blick böse wirkt* Hör zu: Ich finds genau so beschissen wie du das wir zusammen arbeiten müssen und ich bin heilfroh wenn wir uns nicht mehr ertragen müssen, aber nun reißt du dich gefälligst mal zusammen und wir bringen den Scheiß hinter uns…! *sich mit verschränkten Armen wieder umdreht*
Nanami *auf der Lippe rumkaut* //Als ob es nicht stimmt, musst du es nicht so unhöflich ausdrücken…//
Karegawa *mit dem Fuß ungeduldig stampft und die Augen verdreht weil ihr das zu lange geht*
Junge *angelaufen kommt mit einem Eimer in der Hand und grinst*
Nanami *zur Seite sieht und gar nicht rechtzeitig reagieren kann, als über Karegawa im vorbeilaufen der Eimer voll Wasser ausgekippt wird*
Junge *rennt lachend zu seinen Kumpels und verschwindet ums Eck herum*
Karegawa *total perplex da steht mit offenem Mund und sich betrachtet komplett durchnässt, dann wütend in die Richtung der Jungs sieht die nun weg sind* Diese…!!!! *wütend schnaubt*
Nanami Entschuldige… ich konnte so schnell gar nicht reagieren als er… *stottert etwas entsetzt*
Karegawa Ach sei still! *fast brüllend meint und sich die nassen Haare ausringt, als das Tor aufgeht durchgeht und die Bibliothek betritt*
Nanami *schweigt etwas eingeschüchtert und setzt sich mit ihr an einen freien Platz, betrachtet die anderen Schüler die gerade in der Bibliothek sind*
Karegawa *öffnet ein Holo-Display und recherchiert alles mögliche über das Jahr das der Lehrer ihnen zugesendet hat*
Nanami *sieht sich weiter um und bleibt mit dem Blick auf einem Mädchen haften*
Mädchen *steht am Fenster und starrt wie versteinert darauf als wäre es etwas besonderes, ihr Blick sehr leer wirkt*
Nanami *etwas besorgt wirkt* Karegawa… *leise zu ihr meint*
Karegawa *seufzt genervt ohne sie anzusehen* Ja…?
Nanami *immer nervöser wirkt* Siehst du das auch? Das Mädchen da oben wirkt irgendwie ganz benommen.
Karegawa *sieht sie krumm an* Ach, und das interessiert uns nun weswegen? *sich umdreht wieder* Dann lass sie mal ihr Fenster anbeten wenn es ihr Spaß macht. *kurz zu dem Mädchen linst und dann ignorant wieder auf den Display zu ihren Daten*
Mädchen *bewegt den Kopf ganz merkwürdig hin und her und weitet die Augen*
Nanami Aber sie… *zu ihr nach wie vor blickt und ebenfalls die Augen weitet und aufspringt*
Mädchen *auf einmal umkippt an der gleichen Stelle und nun auf dem Boden ohne Bewusstsein liegt*
Schüler *kreischen panisch aufgrund dieses Falles, ein Junge auch direkt den Notruf wählt*
Karegawa *zu dem Mädchen sieht und die Augen weitet* Alter…
Der Notarzt war relativ schnell da und untersuchte das Mädchen auch sofort was ihr fehlen könne, doch schnell antwortete er den Lehrkräften das er sich den plötzlichen Ohnmachtsanfall nur durch Erschöpfung erklären kann, da er selbst nicht genau wüsste was mit ihr los war.
Eine ganze Horde stand bereits vor der Schule und starrten das Spektakel mit an, einige von ihnen eher im Gelächter, andere in Trauer oder Angst, wie auch Verwunderung.
Lehrer *reden noch eine Weile abseits, als eine vortritt und die Schule darum bittet leise zu sein*
Schüler *reden durcheinander und schweigen dann*
Lehrerin Nun… aufgrund dieses unvorhersehbaren Falls nun… *durchatmet* Habt ihr für heute schulfrei und ihr werdet gebeten stillschweigen zu bewahren! *dann mit den Lehrern reingeht als die Schüler jubeln*
Nanami *seufzt erleichtert*
Karegawa *verdreht die Augen* Es gefällt mir nicht, aber ich würde sagen wir setzen uns zusammen nun und machen unsere Präsentation weiter. *genervt meint*
Nanami *sieht sie erschüttert an* WAS?
Karegawa JA! Ich finde es auch kacke! *nur als Kommentar meint und mit ihr im Schlepptau ins Klassenzimmer läuft* Ich würde sagen wir gehen zu mir. Das liegt näher, UND ist moderner als dein Zuhause.
Nanami Ähm…. Ok…. *leise meint und es ihr sichtlich unwohl ist*
Karegawa *ihre Tasche überzieht und raus läuft*
Nanami //Na toll…// *ihr nachtrottet*